Obernburg
City Tours
Produktion :
© 2025
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Obernburg liegt auf der linken Mainseite, ungefähr auf halbem Weg zwischen Miltenberg und Aschaffenburg, von wo aus ich weiter den Main aufwärts fahre.
Irgendwann um 107-110 n. Chr. errichten die Römer das Kastell Obernburg als Aussenposten und zur Grenzsicherung des Nassen Limes errichtet. Im Weichbild der Altstadt zeichnen sich noch heute die wichtigsten Lagerstraßen des Kastells ab. Die römischen Truppen bleiben bis ca. 260-275 n. Chr. vor Ort und sind wieder weg, als im Verlauf der Völkerwanderung Germanen, vor allem Alemannen, den Platz übernehmen.
Bis 1183 bleibt es still um den Ort, wenigstens gibt es keine Überlieferungen. Es folgen ein paar Zwistigkeiten zwischen den Herren von Klingenberg und dem Collegiatsstift Aschaffenburg. Im 19. Jahrhundert kommt Obernburg zu Bayern und Anfang des 20. Jahrhunderts klappte die Ausrufung der Räterepublik nicht.
Beide Weltkriege hat die Stadt glimpflich überstanden. Die historische Altstadt verändert ihr Erscheinungsbild im Laufe der Jahrhunderte. Ich finde ich hier liebevoll und fachkundig restaurierte Häuser, malerische und verträumte Winkel, einladende Geschäfte und Gastronomie.
Auch wenn die grosse Weltgeschichte eher an Obernburg vorbeigezogen zu sein scheint, lerne ich, dass die Stadt immer mit dabei war. Aus der Römerzeit stammt das Layout der Stadt. Dort, wo sich heute die Altstadt befindet, verlaufen die Strassen nach römischem Muster: quadratisch angelegt kreuzen sich die Strassen rechtwinklig. Die (neue) Stadtgründung im Jahr 1313 und das Mittelalter bis zur Gegenwart hat sich nichts geändert.
Die Römerstadt Obernburg liegt am Limes und ist durch den besonderen Zustandes der bedeutenden antiken Funde auch als das „Pompeji am Main“ weit bekannt. Diese einzigartigen Funde vermitteln einen authentischen Einblick in das antike Leben im Kastell.
Mittelalterliche Türme und Stadttore, prachtvolle Fachwerkhäuser und kleine Kapellen sind dazu die perfekte Kulisse mit plätschernden Brunnen und einem romantischen Rosengarten.
Der Main ist seit rund 2.000 Jahren, also schon zu Zeiten der Römer eine wichtige Transportroute und gleichzeitig die Grenze zwischen Germanien und dem Römischen Reich. Im Römermuseum gehen wir auf Spurensuche.