Domme
City Tours · Périgord Noir
Produktion:
© 2022
Hoch oben auf einer 215 Meter hohen Klippe thront Domme. Die 1281 gegründete Bastide bietet nicht nur einen atemberaubenden Panoramablick über das Dordogne-Tal, sondern birgt in ihren Mauern auch die geheimnisvollen Spuren der Tempelritter.
Südlich von Sarlat empfängt uns dieses besonders blumenreiche Belvedere-Dorf. Wir haben Domme zu Fuss erkundet – und dabei mit unserem Bollerwagen voller Filmutensilien durchaus für Aufsehen gesorgt. Wer es entspannter mag, kann auf die „Petites Trains“ zurückgreifen, die Besucher gemütlich durch die historischen Gassen chauffieren.
Die vergessenen Ursprünge
Domme entstand im 13. Jahrhundert, als kriegerische Streitigkeiten zwischen der englischen und französischen Krone neue militärische Strategien erforderten. Rund 400 Bastiden wurden in dieser Zeit als befestigte Siedlungen errichtet, um der Bevölkerung Schutz zu bieten. Besonders dramatisch war das Jahr 1588: Ein protestantischer Kapitän erklomm nachts den steilen Nordhang und öffnete seinem Heer die Tore – eine taktische Meisterleistung.
Nach den Religionskriegen blühte Domme im 17. Jahrhundert wieder auf. Der Weinbau florierte und die Märkte der Stadt wurden in der gesamten Region berühmt. Aus dieser Zeit stammt auch die charakteristische Markthalle. Die heute sichtbare Kirche wurde ebenfalls in dieser Epoche neu errichtet, wobei das markante Portal und der Glockenturm erst im 19. Jahrhundert ihre heutige Form erhielten.
Nicht verpassen!
Achte in der Porte des Tours genau auf die Wände: Dort haben gefangene Tempelritter im 14. Jahrhundert Gravuren hinterlassen, die bis heute erhalten sind und von einem dunklen Kapitel der Stadtgeschichte erzählen.
