Kulmbach
City Tours
Produktion :
© 2025
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Kulmbach liegt am Obermain und am Südrand des Frankenwaldes. Der Weisse Main durchquert die Stadt, der hier mit dem Roten Main zusammenfliesst und den eigentlichen Beginn des Mains kennzeichnet. Kulmbach ist durch seine Brauereien und die jährlich Ende Juli stattfindende Bierwoche weit über seine Grenzen hinaus bekannt.
Der Main beginnt nicht, wie die meisten anderen Flüsse, an seiner Quelle, sondern am Zusammenfluss seiner beiden Quellflüsse. Die Weissmainquelle ist der Ursprung des Weissen Mains, des rechten und nördlichen Quellflusses des Mains, im Fichtelgebirge, nahe des Ochsenkopfs. - Der Rote Main entspringt in der Fränkischen Alb und fliesst u.a. durch Bayreuth, bevor er mit dem Weissen Main zusammen den Main entstehen lässt.
Wir wohnen in Stadtsteinach auf dem Campingplatz, dem nächsten in der Nähe der Stadt, die wir besuchen und auf dem eBike erkunden.
Die Stadt ist in ihrer Grösse überschaubar. Aber sie hat ihre interessanten Stellen gut versteckt: Offen und für jedermann sichtbar machen die alten, toll hergerichteten Häuser und die Gassen, die sich durch die Altstadt winden, das heimelige Grundrauschen aus. Die Bausünden der 60er und 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts fielen uns nicht auf, Modernes ist natürlich vorhanden, fügt sich aber unauffälig in die vorherrschende - alte - Architektur ein.
Und über allem thront die Plassenburg, die als lokaler Fixstern gut zu gebrauchen ist.
Der Wohnmobilist findet einen grossen Stellplatz mit der vollständigen Infrastruktur: Wasser, Strom, Entsorgung. Alles fanden wir in erstaunlich gutem Zustand vor, das Zentrum der Altstadt ist fussläufig gut erreichbar, mit dem Fahrrad natürlich auch - und es sind keine Steigungen zu überwinden.
Kulmbach lässt sich, anders als viele andere Städte, für Individual-Touristen leicht erkunden: Die Wohnmobilisten haben ihren Standplatz und die Wohnwagenfraktion erreicht die Stadt mit dem Auto, das sehr bequem und zu fairen Tarifen im zentralen Parkhaus unter dem EKU-Platz erreichbar ist. Für Unentschlossene oder Uninformierte warten die netten Damen der Tourist-Information in ihrem Büro gleich um die Ecke.
Eigentlich ist alles in der Stadt wert, sich anzusehen, es stechen aber aus der "Masse" der Luitpoldbrunnen auf dem Marktplatz heraus - und natürlich die Museen in der Stadt, die sich um die Themen Bier, Genuss, Geschichte drehen. Zwei der markantesten Bereiche sind auf der Plassenburg und im Mönchshof zu finden, mit dem ich beginnen will.
Die Plassenburg ist das Wahrzeichen Kulmbachs. Sie war bis 1604 Sitz der Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach. Der heutige Bau stammt aus den Jahren 1557 bis 1570. 1559 beauftragte Georg Friedrich von Ansbach Caspar Vischer mit dem Bau einer Vierflügelanlage. Der Schöne Hof, ein Arkadenhof mit dichtem Reliefdekor, ist eine der bedeutendsten Schöpfungen der deutschen Renaissance. Sehenswert sind auch die Markgrafenzimmer mit alten Ansichten, Herrscherportraits und dem vergoldeten Baldachinbett der Markgräfin Maria (um 1630) sowie das Museum "Hohenzollern in Franken" und das "Armeemuseum Friedrich der Große" (Sammlung Windsheimer).