Bergen im Chiemgau
Weiss-Blaue G'schichten · Am Fusse des Hochfelln
Bergen ist ein Ort der leisen Töne. Wer hierher kommt, sucht nicht den Trubel, sondern die ehrliche, oberbayerische Beschaulichkeit. Als staatlich anerkannter Luftkurort bietet die Gemeinde genau das, was man für eine echte Auszeit braucht: Frische Alpenluft, grüne Mooslandschaften und einen Logenplatz mit Blick auf die Gipfel.
Für Wanderer ist Bergen ein strategisch glücklicher Knotenpunkt. Seit 2015 markiert der Salzalpensteig hier eine wichtige Etappe auf seinem Weg vom Chiemsee quer durch das Berchtesgadener Land bis hinüber ins österreichische Obertraun. Auf den Spuren des „Weissen Goldes“ verbindet die Route über 233 Kilometer alpine Naturerlebnisse mit der faszinierenden Geschichte der Salzgewinnung – ein Pfad, der in Bergen besonders entspannt erlebt werden kann.
Der unangefochtene Star des Ortes ist der 1.674 Meter hohe Hochfelln. Nicht ohne Grund wird er als „Aussichtsterrasse des Chiemgaus“ verehrt. Oben angekommen, öffnet sich ein Panorama, das an klaren Tagen von der glitzernden Fläche des Chiemsees bis hin zu den schneebedeckten Gipfeln der Zentralalpen und den Lichtern Münchens reicht. Wer es lieber ebenerdig mag, findet im Bergener Moos ein kleines Naturwunder: Ein Refugium für seltene Tier- und Pflanzenarten, in dem die Zeit mit Rücksicht auf die sensible Ökologie einfach stehen geblieben zu sein scheint.
Tipp vom Herausgeber
Nutzen Sie die Seilbahn auf den Hochfelln besonders am späten Nachmittag, wenn das Licht weicher wird. Auch wenn der Ort selbst sehr ruhig ist, bietet der Gipfel ein visuelles Spektakel, das man so schnell nicht vergisst. Für Technik-Interessierte lohnt zudem ein Abstecher zum Museum Maxhütte, das die industrielle Vergangenheit der Region eindrucksvoll dokumentiert.
