Bergerac
Mehr als nur die markante Nase
« Meet The Locals »
Produktion :
© 2022
Mehr als nur die markante Nase
Wer an Bergerac denkt, hat unweigerlich einen Namen im Kopf: Cyrano. Doch so präsent er als Statue in den Gassen der Altstadt auch sein mag – ein echter Einheimischer war er nie. Er ist eine reine Literaturfigur aus der Feder von Edmond Rostand, eine Legende aus Stein und Bronze.
Auf unserem Streifzug durch das historische Zentrum haben wir die Statuen links liegen gelassen und uns stattdessen auf die Suche nach den echten Bergeracoises gemacht. Die lebendigen Begegnungen mit den Menschen vor Ort waren für uns weit unterhaltsamer als der stumme Blick des berühmten Herrn mit der grossen Nase. In den kleinen Cafés und versteckten Winkeln pulsiert das wahre Leben – man muss nur bereit sein, den Blick von der Legende zu lösen und sich ganz auf das Gegenüber einzulassen.
essen
Dafür gibt es in Bergerac an jeder Ecke mindestens ein Restaurant – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wir haben unseren Streifzug am Quai Cyrano begonnen, wo man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen kann.
Im Erdgeschoss befindet sich die Tourist Information, während man im ersten Stock den regionalen Wein kennenlernen und kaufen kann. Unser Highlight: Eine Kleinigkeit essen auf der Terrasse mit Blick auf die Dordogne und die vorbeiziehenden Gabarres.
Lauft man durch die Altstadt, erreicht man den Wochenmarkt an der Kirche Notre Dame. Hier trafen wir Xavier und Michel, zwei Institutionen, die ihren Schafskäse und Foie Gras verkaufen. Hier tauchen wir wirklich ins Leben ein: Regionales, nachhaltiges und frisches Einkaufen wird hier einfach gelebt.
Auf dem Rückweg ist der Weinkeller Le Temps du Vin Pflicht. Neben einer riesigen Auswahl gibt es dort die wunderbare Idee, Weine aus dem exakten Geburtsjahr des Beschenkten zu finden. Mit unseren Schätzen bepackt ging es zum Parkplatz am Justizpalast – dort sind die Felgen sicher vor den berüchtigten engen Bordsteinen der lokalen Parkhäuser.
shop
Gegenüber dem Marché couvert liegt die Buchhandlung La colline aux livres. Inhaberin Caroline hat uns viel über ihr Geschäft erzählt. Ein weiteres Highlight ist der Concept Store Péninsule von Krystel Gence. Hier dreht sich alles um lokales Handwerk und Cyrano – ein Laden, der mit echtem Herzblut betrieben wird. Sehr empfehlenswert!
staunen
Neben dem Tabakmuseum ist das brandneue Dordonha Musée Costi ein absoluter Tipp. In einem sanierten Ensemble aus den 1680er Jahren dokumentiert es die tiefe Verbindung zwischen der Stadt und dem Fluss Dordogne. Bergerac entstand an seinen Ufern und blühte durch den Flushandel auf. Ab 2023 lässt sich in der Dauerausstellung noch mehr über diese Geschichte erfahren.
