Museum Georg Schäfer
Ein Tempel für den Realismus
Art
Produktion :
© 2021
Ein Tempel für den Realismus
Das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt erregt seit seiner Eröffnung im Jahr 2000 internationale Aufmerksamkeit – sowohl durch seine hochkarätigen Exponate als auch als architektonisches Meisterwerk von Volker Staab. Hier findet sich eine weltweit einzigartige Sammlung deutscher Malerei und Zeichenkunst aus der Zeit von 1760 bis 1930. In Qualität und Umfang steht sie auf einer Stufe mit der Alten Nationalgalerie in Berlin oder der Neuen Pinakothek in München.
Von Kugellagern zur Kunst
Unsere Reise den Main hinab führt uns nach Schweinfurt. Eine Stadt, die viele primär als Industriestandort für Getriebe und Kugellager kennen. Tatsächlich waren die Wälzlager der „Treibsatz“ für dieses Museum: Georg Schäfer (1896-1975) entwickelte die Technik Anfang des 20. Jahrhunderts zur Schlüsselindustrie. Der Erfolg ermöglichte ihm die finanzielle Ausstattung für seine Sammelleidenschaft, wobei er sich vorzugsweise auf die deutsche Kunst des 19. Jahrhunderts konzentrierte.
Eine Sammlung von Weltrang
Rund 1.000 Gemälde und über 4.600 Zeichnungen bilden den Kern der 1997 gegründeten Stiftung. Durch umfangreiche Zustiftungen wurde das Haus zur bedeutendsten Privatsammlung dieser Epoche im deutschsprachigen Raum. Für mich ist es immer wieder faszinierend zu sehen, wie sich der Strom der Zeit fortsetzt und uns hilft, das Heute durch die Gedankenansätze der Vergangenheit besser einzuordnen. Das Museum versteht sich dabei als Forum zur internationalen Vermittlung dieser Kunst.
