Das Münster
Strasbourg Highlight
Produktion:
© 2025
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© 2025
Mit seinem 142 Meter hohen Turm überragt das Münster in seinem Spitzenkleid aus rosafarbenem Sandstein die gesamte elsässische Ebene. Dieses Meisterwerk gotischer Baukunst ist das unbestrittene Wahrzeichen Strassburgs und zieht Besucher aus aller Welt in seinen Bann.
Victor Hugo bezeichnete es treffend als „Wunder, unermesslich und zierlich zugleich“. Fast drei Jahrhunderte harter Arbeit waren nötig, um dieses Bauwerk aus rosafarbenem Vogesensandstein zu vollenden. Man sollte sich Zeit nehmen, um die herrlichen Skulpturen zu bewundern, die die Fassaden und das Innere zieren. Ein besonderes Highlight sind die Kirchenfenster – allein die prächtige Rosette über dem Haupteingang misst beeindruckende 14 Meter im Durchmesser.
Die reiche Figurenwelt des Münsters erzählt unzählige Geschichten. Die Hauptfassade ist besonders detailreich: Am rechten Seitenportal findet man den Fürsten der Welt als Versucher, umgeben von klugen und törichten Jungfrauen. Das linke Portal zeigt den Kampf der Tugenden gegen die Laster, während das Mittelportal die Passion und Auferstehung Christi thematisiert.
Auch im Inneren birgt das Münster Schätze von Weltrang. Der prächtige Engelspfeiler stellt das Jüngste Gericht dar, während die Kanzel von Johann Geiler von Kaysersberg ein herausragendes Beispiel des spätgotischen Flamboyantstils ist. Die Hauptorgel und die überwiegend originalen Kirchenfenster aus dem 13. und 14. Jahrhundert bilden ein seltenes Ensemble romanischer und gotischer Glaskunst.
Die astronomische Uhr von 1547 ist ein absolutes Highlight. Dieses Meisterwerk der Mathematik und des Uhrenbaus überrascht bis heute mit seiner Raffinesse. Besonders eindrucksvoll ist der ewige Kalender mit seinem Astrolabium. Pünktlich um 12:30 Uhr erwachen die Figuren zum Leben, und die Apostel ziehen grüssend an Christus vorbei.
Wer den Aufstieg über die 330 Stufen nicht scheut, wird auf der 66 Meter hohen Münsterplattform mit einem atemberaubenden Blick belohnt. Die Aussicht reicht über die Dächer Strassburgs bis hin zu den Vogesen und zum Schwarzwald. Oben im Wächterhaus lassen sich zudem die historischen Laufräder aus dem 15. Jahrhundert bewundern, die einst als Hebesystem für den Bau dienten.