La Neustadt
Strasbourg Highlight
Produktion:
© 2025
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© 2025
Die Neustadt, die Strasbourg einst zu einem Schaufenster preussischer Macht machen sollte, besticht durch beeindruckende Plätze und breite, von Bäumen gesäumte Alleen. Sie ist eine perfekte Kombination aus monumentalen Proportionen und einem ausgeprägten Sinn für Landschaft. Dieses bemerkenswerte Viertel zeichnet sich durch eine architektonische Extravaganz aus, in der sich italienische Neorenaissance, Neugotik und Jugendstil munter vermischen.
Inmitten dieses Viertels wurde zwischen 1904 und 1911 das heute unter Denkmalschutz stehende Öffentliche Schwimmbad vom Architekten Fritz Beblo erbaut. Der einzigartige Komplex im neoklassischen und neobarocken Stil verfügt über zwei Becken, Duschen und römische Bäder in einem prächtigen Rahmen. Marmor, Kupfer, Buntglasfenster und von der Antike inspirierte Dekorationen bieten dem Besucher ein aussergewöhnliches Erlebnis.
Die Stadtbäder von Strasbourg sind ein lebendiger Ort, der nach einer umfassenden Renovierung seine Türen wieder weit für Besucher geöffnet hat. Obwohl bereits 1908 eröffnet, hat das Gebäude von Fritz Beblo von einer respektvollen und ehrgeizigen Modernisierung profitiert, die diesem heute aussergewöhnlichen Ort mehr als gerecht wird. Es ist ein Ort der Begegnung, der für alle und jeden zugänglich ist.
Im Wellnessbereich bietet das Bad die Annehmlichkeiten römischer Bäder. Sie sind ein ganz besonderes Kulturerbe und zeugen von der deutschen Hygienetradition zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das neue, moderne Angebot im Erdgeschoss umfasst eine Sauna, eine Salzgrotte und einen Whirlpool – Momente der absoluten Entspannung.
Ausserhalb der Mauern setzt sich dieses Angebot mit einem schönen Nordic-Balneo-Becken und einer Sauna im Freien fort. Ein kühler Garten rundet diesen besonderen Entspannungsbereich perfekt ab.
Die Gründung der städtischen Bäder ging auf einen starken Bürgerwillen zurück, als Strasbourg von 1870 bis 1918 deutsch war. Bürgermeister Otto Back setzte mit dieser Einrichtung einen wichtigen hygienischen Impuls. Nach langen Studien und Vorbildersuchen in ganz Deutschland wurde 1904 der finale Entwurf ausgewählt, der schliesslich bis 1908 realisiert wurde.
Das Gebäude ist durch seine Funktionen innovativ, besticht aber vor allem durch seine künstlerische Leistung. Fritz Beblo und sein Team entwarfen alles bis hin zu den Türklinken als Unikat. Man entschied sich für edlen Marmor und englische Keramik. Die Besessenheit für Licht und die Anspielungen auf Antike, Barock und Renaissance machen die Bäder zu einem echten Gesamtkunstwerk – sogar ein Hinweis auf die berühmte „Welle von Hokusai“ findet sich in einem der Glasfenster.
Von 2019 bis 2021 erlebten die Bäder eine dezente, aber ehrgeizige Renovierung. Heute sind sie perfekt an moderne Normen angepasst, ohne ihre Geschichte zu verleugnen.