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Europa-Parlament

Strasbourg Highlight

Wer sich für das echte Innenleben der EU interessiert, hat in Strasbourg eine einzigartige Chance: Im Parlement Européen lassen sich Debatten live verfolgen. Die Bandbreite reicht dabei von lebhaften Diskussionen bis hin zu eher fachspezifischen Sitzungen. Für Einzelpersonen ist keine vorherige Anmeldung nötig – es gilt das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Ein gültiger Ausweis ist für den Einlass jedoch zwingend erforderlich.

Europaparlament Strasbourg, Louise-Weiss-Gebäude | © Bert Schwarz 2022
Architektonisches Flaggschiff: Das Louise-Weiss-Gebäude am Ufer der Ill.

Architektur mit Symbolkraft

Das aussergewöhnliche Gebäude aus Glas, Metall und Holz wurde 1999 eingeweiht. Mit seiner elliptischen Form und den gewaltigen Ausmassen erinnert es an ein Schiff, dessen Bug das Wasser der Ill durchschneidet. Durch seine Lage direkt am Fluss geniesst das Bauwerk eine optimale Sichtbarkeit und ist zu einem modernen Wahrzeichen der Stadt geworden.

Innenhof des Europaparlaments | © Bert Schwarz 2022
Meisterwerk der Kurven: Der beeindruckende Innenhof des Parlamentskomplexes.

Der Innenhof ist ein Meisterwerk der Kurven und führt ins Zentrum der Macht. Neben dem riesigen Plenarsaal mit über 800 Sitzplätzen beherbergt der Komplex 1.100 Büros und 18 Ausschusssäle. Die Dimensionen sind gewaltig: Über 220.000 m² Fläche verteilen sich auf insgesamt 20 Etagen.

Der Sitz des Europarates

Nicht weit entfernt steht der Europapalast, der seit 1977 Sitz des Europarates ist. Er ist ein ikonisches Denkmal für das europäische Engagement der Stadt Strasbourg. Besonders markant sind die Rotunde und die lange Fahnenreihe an der Vorderseite, die die verschiedenen Mitgliedstaaten repräsentieren. Im Inneren befindet sich unter anderem der grösste Plenarsaal Europas.

Europapalast, Sitz des Europarates | © Bert Schwarz 2022
Engagement für Europa: Der Europapalast mit seiner charakteristischen Fahnenreihe.

Die Waage der Gerechtigkeit

Ein weiteres Highlight ist der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Die kühne Architektur von Sir Richard Rogers aus dem Jahr 1995 ist absolut sehenswert: Zwei futuristische Metallzylinder symbolisieren die Waage der Gerechtigkeit, während die gläserne Fassade des Eingangs Transparenz vermitteln soll. Das Gebäude schmiegt sich perfekt an die mäandernden Kurven der Ill an und ist aus jeder Perspektive ein Hingucker.

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte | © Bert Schwarz 2022
Transparente Justiz: Das futuristische Gebäude des EGMR.

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