Pompejanum
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Produktion :
© 2025
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König Ludwig I. von Bayern setzt mit dem Bau des Pompejanum die Idee nach einer Italienreise um, die er zusammen mit dem Architekten Friedrich von Gärtner (1791–1847) macht. Zwischen 1840 und 1848 wird die Nachbildung eines pompejanischen Wohnhauses errichtet. Er selbst bestimmt den Bauplatz. Der Wunsch des Königs ist, ein begehbares Modell eines römischen Wohnhauses zu schaffen, das allen Menschen zugänglich sein soll. Das Pompejanum soll, so die Idee, der Bildung und dem Studium antiker Kultur dienen – nicht seinen persönlichen Zwecken.
Im Zweiten Weltkrieg wird das Pompejanum schwer beschädigt. Seit 1960 wird das Gebäude in mehreren Phasen restauriert und vervollständigt. Seit 1994 sind hier zusätzlich originale römische Kunstwerke aus den Beständen der Staatlichen Antikensammlungen und der Glyptothek in München ausgestellt. Neben römischen Marmorskulpturen, Kleinbronzen und Gläsern zählen zwei Götterthrone aus Marmor zu den wertvollsten Ausstellungsstücken.
Die Stadtbefestigung hat ihren Sinn verloren und es, entsteht so auf dem Gelände des Stadtgrabens und der Wälle um Schlosses Johannisburg entlang des Mainufers Nutzgärten ein Garten mit Weinbau, für Obst und Gemüse.
Ein mit Pflanzen berankter Arkadengang ergibt die Verbindung vom Schloss zum Frühstückstempel und Stadtgraben auf den Resten der Stadtmauer. Auf der gegenüberliegenden Seite des Schlosses wurde in Zusammenhang mit dem Bau des Kornhäuschens das "Kastanienwäldchen" angelegt.
Das nach den Plänen von Friedrich von Gärtner erbaute Pompejanum soll gemeinsam mit den Aussenanlagen eine mediterrane Szenerie darstellen. Soweit es möglich ist, werden Pflanzen vom Mittelmeer, wie Feigen und Agaven verwendet. Pinien werden hingegen durch Schwarzkiefern und Zypressen durch Pyramidenpappeln ersetzt.
Der im Zweiten Weltkrieg zerstörte und in der ersten Häfte der 1960er Jahre neu angelegte Weinberg vervollkommnet schliesslich die südliche Szene. Der mitten im Schlossgarten liegende Stadtgraben wird 1850 in der Vielfalt seiner Baumarten erheblich erweitert und bietet den perfekten Weg für einen Spaziergang. Am Wochenende. Oder während des Urlaubs. Oder auch nur mal so zwischendurch.