Pas de Roland
Wildes Pays Basque
Highlights
Produktion:
© 2026
Produktion:
© 2026
Während viele Besucher nur die ausgetretenen Pfade der baskischen Küste kennen, zieht es uns tief ins wilde Hinterland nach Itxassou. Hier hat sich die rauschende Nive, die wir ja schon als gemütlich dahinfliessendes Gewässer in Bayonne kennengelernt hatten, in das massive Gestein gefressen und eine wildromantische Schlucht geformt. Der Weg führt uns dicht am Wasser entlang – eine Wanderung, die uns ab dem ersten Schritt in die raue, unberührte Natur des Baskenlandes eintauchen lässt.
Der Legende nach verdankt dieser mystische Ort seinen Namen dem berühmten fränkischen Ritter Roland, dem Neffen Karls des Großen. Auf seinem Weg nach Roncesvalles im Jahr 778 soll ihm hier ein gewaltiges Felsmassiv den Weg durch das enge Tal versperrt haben.
Um seine Truppen nicht aufzuhalten, schlug Roland kurzerhand mit seinem mächtigen Schwert Durendal eine Schneise in den Stein. Eine andere Überlieferung erzählt, dass sein treues Pferd Veillantif so kräftig zutrat, dass dessen Huf ein Loch im Felsen hinterliess. So entstand der legendäre Felsdurchbruch – der Pas de Roland.
Wenn man heute durch dieses markante Nadelöhr im Fels tritt, spürt man förmlich den Hauch der Geschichte. Es ist ein Ort, der zum Verweilen und Staunen einlädt. Das smaragdgrüne Wasser der Nive, die steil aufragenden, von dichtem Wald bewachsenen Felswände und das stetige Rauschen des Flusses bilden eine Kulisse, die beeindruckender kaum sein könnte.
Am Ende des Pfades, dort wo sich das Tal allmählich wieder weitet, finden sich kleine, versteckte Kiesbänke am Flussufer. Ein perfekter Moment, um die Füsse in das eiskalte, kristallklare Wasser der Nive zu tauchen und die Ruhe dieses besonderen Ortes zu geniessen.