Museum Jüdischer Geschichte & Kultur
Spessart Highlights
Produktion:
© 2025
In der Aschaffenburger Innenstadt gibt es einen Ort, der weit über die üblichen Urlaubsziele hinausgeht und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Das Museum Jüdischer Geschichte und Kultur ist ein stilles, aber kraftvolles Zeugnis einer Gemeinde, die einst zu den grössten in Bayern zählte. Mit historischen Dokumenten und persönlichen Zeugnissen wird hier an das wechselvolle Leben und das kulturelle Erbe der jüdischen Bürger erinnert.
Wo Geschichte greifbar wird
Das Museum befindet sich im ehemaligen Rabbinerhaus, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Standort der einstigen Synagoge. Dieses zwischen 1891 und 1893 errichtete Gotteshaus wurde in der Pogromnacht 1938 zerstört – ein Einschnitt, der die Stadt bis heute prägt. Zur Mahnung und Erinnerung wurde an dieser Stelle im Jahr 1984 ein Platanenhain gepflanzt, dessen Blätterdach heute einen Ort der Ruhe und des Nachdenkens bildet.
750 Jahre jüdisches Leben
Die beeindruckende Dauerausstellung spannt einen weiten Bogen: von der Gründung der ersten jüdischen Schule im Jahr 1267 bis hin zur systematischen Verfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus. Es wird deutlich, wie sehr jüdische Bürger das wirtschaftliche und gesellschaftliche Gefüge Aschaffenburgs über Jahrhunderte mitgestaltet und bereichert haben.
Das Herz des Glaubens
Neben der historischen Aufarbeitung ermöglicht das Museum auch einen tiefen Einblick in die religiöse Welt des Judentums. Originale Kultgegenstände veranschaulichen die Riten und Bräuche des Glaubens. Im Zentrum steht dabei die Tora – die Heilige Schrift, die als fundamentale Quelle und Wegweiser jüdischen Lebens dient und hier im Museum eine würdige Präsentation erfährt.
