Château de Commarque
Burgen · Schlösser · Herrenhäuser
Produktion:
© 2021
Das Château de Commarque überragt majestätisch das abgeschiedene Tal der Beune und blickt auf eine fast tausendjährige Geschichte zurück. Was am Ende des 12. Jahrhunderts als einfacher Holzturm begann, entwickelte sich zu einem der geheimnisvollsten Ensembles des Périgord Noir.
Steinernes Erbe & Verfall
Schritt für Schritt wurde die Anlage durch Wohntürme und eine Kapelle erweitert. Ab dem 14. Jahrhundert ersetzte ein massiver Donjon den alten Holzkern. Doch nach den Wirren des Hundertjährigen Krieges und der Religionskriege begann der Niedergang. Mit dem Tod des letzten Gutsbesitzers Guy de Beynac im Jahr 1656 wurde Commarque endgültig aufgegeben – die Natur holte sich das Tal über Jahrhunderte zurück.
Heroische Rettung durch Hubert de Commarque
Die Wende kam 1972: Hubert de Commarque kaufte den Stammsitz seiner Vorfahren zurück. In einer heroischen Anstrengung befreite er die Ruinen von der Vegetation und konsolidierte in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz die einsturzgefährdeten Mauern. Heute erstrahlt das Castrum wieder in seinem rauen, mittelalterlichen Glanz, während archäologische Ausgrabungen stetig neues Wissen liefern.
Schätze der Menschheitsgeschichte
Am Fusse des Felsens verbirgt sich zudem die Höhle von Commarque. Die 1915 entdeckten Gravuren – darunter ein prächtiges Pferderelief – zählen zu den bedeutendsten Funden der Parietalkunst. Zum Schutz der Werke ist die Höhle gesperrt, doch eine exzellente Video- und Fotoausstellung im grossen Kerkersaal macht diese prähistorische Welt für Besucher greifbar.
Unsere Empfehlung
Planen Sie festes Schuhwerk ein! Der Weg durch das Tal und über das weitläufige Gelände erfordert Trittsicherheit. Die Kombination aus archäologischen Ausgrabungen und prähistorischer Kunst macht Commarque zu einem der tiefgründigsten Erlebnisse im Périgord Noir.
