Château d'Abbadie
Burgen - Schlösser - Herrenhäuser
Produktion :
© 2025
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Antoine d'Abbadie, geboren 1810 in Dublin als Sohn einer irischen Mutter und eines baskischen Vaters, war ein glühender Verfechter der baskischen Sprache und Kultur. Sein Engagement für die Kultur der Basken war so gross, dass er am Ende seines Lebens den Namen „Euskaldunen Aïta“ erhielt.
Obwohl gläubiger Christ, sticht Antoine d'Abbadie als aussergewöhnlicher Gelehrter und Wissenschaftler hervor, mit leidenschaftlichem Interesse für Geografie, Astronomie und fremde Kulturen. Als unermüdlich Reisender zeichnete er nach einem elfjährigen Aufenthalt in Äthiopien die erste Landkarte des Landes. Als Geodät und Astronom interessierte er sich u.a. für die Quellen des Nils und die Kartierung des Himmels.
Das Schloss beherbergt eine Sternwarte, die bis 1975 in Betrieb war. Vor seinem Tod im Jahr 1897 vermachte Antoine d'Abbadie sein Schloss der Akademie der Wissenschaften, in die er 1867 zum Mitglied gewählt und 1892 zu deren Präsidenten ernannt wurde.
Die Aussenmauern des Schlosses sind mit mit Steinskulpturen, darunter Katzen, die mit Mäusen spielen, Elefanten, Affen oder Schlangen verziert. Zinnen, Türme und ein Bergfried verleihen dem Gebäude das Aussehen einer mittelalterlichen Burg. Der Park ist mit Palmen geschmückt und die Landschaft bietet einen Blick auf das Meer und die Berge.
Eine surreale Welt aus chimären Tieren stützt die Haupttreppe und passt wunderbar zum exotischen Dekor aus äthiopischen Schilden und Tierhörnern.
Die Haupttreppe ist mit einem farbenprächtigen Buntglasfenster geschmückt, das die Familienwappen und die Mottos in den Phylakterien zeigt: „Sein statt scheinen“ und „Mein Glaube, meine Rechte“.
Die Bibliothek im Herzen des Schlosses ist ein Ort für Arbeit und Besinnung. Sie beherbergt wissenschaftliche und literarische Werke. - Im unteren Teil befinden sich astronomische Publikationen, die zusammen mit den Rechenmaschinen auf dem Arbeitstisch von der Tätigkeit der alten Sternwarte zeugen.
Schloss, Möbel, und nicht zuletzt auch die Büromaschinen sind liebevoll restauriert, als scheinen Sie nur auf die Damen und Herren zu warten, die an ihnen arbeiten.
Dank der Aussenanlagen wird Abbadia von den Anfängen bis heute vorgestellt. Dies ist ein facettenreicher Ort: von der Gartenanlage über die Landwirtschaft und das Wissenschaftslabor bis hin zum Golfplatz. Mit Erläuterungen, Archivfotos und Karten lassen uns auf eine Zeitreise gehen.