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La Condition Publique

Kultur-Laboratorium im Industrie-Herz

Art

Produktion : logo © 2022

Kultur-Laboratorium im Industrie-Herz

Die La Condition Publique in Roubaix versteht sich als ein lebendiges, kulturelles Laboratorium. Das Ziel ist es, eine klassische öffentliche Einrichtung völlig neu zu definieren: Inspiriert von alternativen Orten werden hier verschiedenste Aspekte des gesellschaftlichen Lebens kreativ zusammengeführt und neu interpretiert.

Bistrotbereich La Condition Publique | © Bert Schwarz 2022
Begegnung im Backstein: Der Bistrotbereich lädt zum Austausch ein.

Ein Ökosystem für Visionäre

Unter dem beeindruckenden Dach der Condition Publique arbeitet eine diverse Gemeinschaft: Kulturvereinen, Künstler und Handwerker treffen auf soziale Initiativen und Medienprojekte. Sie alle nutzen die flexiblen Arbeitsräume und Gemeinschaftswerkstätten. Besonders spannend: Seit 2020 bietet das Haus mit Unterstützung des französischen Kulturministeriums (DGMIC) ein spezielles Begleitprogramm für Kulturunternehmer an.

Ein besonderer Fokus liegt auf der urbanen Kunst. Ein weitläufiger Street-Art-Parcours erstreckt sich nicht nur rund um das Gebäude, sondern erobert sogar das Dach der Condition Publique – ein Muss für Fans moderner Wandmalerei.

Ticketautomaten und Menschen | © Bert Schwarz 2016
Industrielles Erbe: Wo früher Wolle konditioniert wurde, wird heute Kultur produziert.

Bühne frei für den "Bazar"

Die Räumlichkeiten sind so vielfältig wie das Programm: Von der Galerie über das Observatorium bis hin zum lichtdurchfluteten Glasdach. Die integrierte Bühne sowie ein Produktions- und Probenraum stehen allen Kreativen offen. Wer ein Andenken sucht, wird im „Bazar“ fündig – ein Shop für Schallplatten und kuratierte Produkte. Den Tag lässt man am besten im hauseigenen Café-Restaurant ausklingen, dessen farbenfrohe Dekoration eine wunderbare Brücke zur industriellen Vergangenheit schlägt.

Eine Manufaktur der Zukunft

Seit der Eröffnung im Mai 2004 hat sich La Condition Publique zu einem unverzichtbaren Ankerpunkt in einer Region entwickelt, die nach dem Strukturwandel neuen Halt suchte. Wir ziehen den Hut vor dem Engagement der Initiatoren. Diese „Kulturmanufaktur“ ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Kunst und Gesellschaft gemeinsam wachsen können.