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Château du Haut-Koenigsbourg

Burgen · Schlösser · Herrenhäuser

Produktion: logo © 2023

Majestätisch thront die Hohkönigsburg auf einem markanten Felssporn bei Orschwiller. Als steinernes Symbol elsässischer Geschichte wacht sie 757 Meter über der Rheinebene und zählt heute zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Frankreichs.

Das Doppelleben der Festung

Unsere Führung öffnete uns die Augen für das faszinierende Doppelleben dieser Festung: Die Hohkönigsburg erzählt eigentlich zwei völlig unterschiedliche Geschichten. Die erste ist eine rein mittelalterliche Chronik aus Stein und Belagerung. Die zweite beginnt erst an der Schwelle zum 20. Jahrhundert, als Kaiser Wilhelm II. die verfallenen Mauern als monumentales Prestigeprojekt neu erschaffen liess.

Westfassade Hohkönigsburg
Monumentale Präsenz: Die Westfassade der Hohkönigsburg im Elsass.

Von den Staufern bis zu den Habsburgern

In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als staufische Reichsburg errichtet, diente die Anlage strategisch perfekt zur Kontrolle der Handelswege im Oberrheingraben. Nach wechselvollen Jahrhunderten und der Zerstörung im Dreissigjährigen Krieg durch die Schweden, weckte erst die Romantik die Ruine aus ihrem Dornröschenschlaf. Von den Zinnen bietet sich heute ein Ausblick, der sprachlos macht: Im Norden das Strassburger Münster, im Süden die Gipfel der Berner Alpen.

Blick über die Rheinebene
Grenzenlose Weite: Der Blick von der Burg über die elsässische Rheinebene.

Das Geschenk an Wilhelm II.

Im Jahr 1899 schenkte die Stadt Sélestat Kaiser Wilhelm II. die Ruine. Für den Monarchen war dies die Gelegenheit, ein Symbol für die Kontinuität des Reiches zu schaffen. Zwischen 1901 und 1908 beauftragte er den Architekten Bodo Ebhardt mit der umfassenden Restaurierung. Es entstand ein Gesamtkunstwerk, das bis in die Details der Möbel und Wandmalereien die Vision einer glanzvollen Ritterzeit heraufbeschwört.

Interieur Hohkönigsburg
Kaiserliche Pracht: Das detailreiche historische Mobiliar im Inneren der Burg.

Bodo Ebhardts Fingerspitzengefühl

Ebhardt ging behutsam mit der Bausubstanz um, sodass die Burg als gewachsenes Ensemble erkennbar bleibt. Besonders beeindruckend sind die mächtigen Bollwerke, die als Antwort auf die aufkommende Artillerie errichtet wurden. Wer heute durch das Löwentor tritt, taucht in eine Welt voller Details ein: Von den Gemächern der Schlossherrin bis zum prachtvollen Rittersaal.

Befestigungsanlagen
Unbezwingbar: Die wehrhaften Bollwerke und Türme der Anlage.
Unsere Empfehlung

Besuchen Sie die Hohkönigsburg unter der Woche und nutzen Sie eine der professionellen Führungen. Erst durch die Erklärungen wird die architektonische Meisterleistung von Bodo Ebhardt und der politische Hintergrund der kaiserlichen Rekonstruktion wirklich verständlich. Ein spektakuläres Panorama gibt es als Bonus obenauf!